Essen & Trinken

Wahrscheinlich hat sowieso jeder schon einmal japanisches Gericht außerhalb Japans gegessen. Seien es Ramen, Gyoza, Karaage, Sushi oder was auch immer. Insbesondere bei den Ramen war ich aber erstaunt, dass sich auch in Deutschland oder Österreich Ramen-Restaurants auf etwas gleichem Niveau finden lassen. Und auch hier in Japan gibt es das Instagram-Phänomen: Lange Schlangen vor den Läden mit guter Social-Media-Präsenz, hohe Preise und mittelmäßigem Essen. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so, sodass die wirklich guten Läden nicht allzu überlaufen sind. ☺️

Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten hier für deutsche / österreichische Verhältnisse insbesondere aufgrund des Schwachen Yens ziemlich niedrig. Mein Mittagessen kostet eigentlich nie mehr als 6-7 Euro und es gibt hier – zum Glück – kein Trinkgeld. Dafür aber natürlich ausgezeichneten Service.

Die größte Herausforderung sind natürlich die handgeschriebenen Speisekarten und diese sind abseits der touristischen Läden der Standard. In der Regel kommt man hier mit Apps aber weiter. Allerdings kann man sich auch grob mit nur einigen Schriftzeichen schon durch die Karte arbeiten, den es gibt bei den japanischen Schriftzeichen mehr System als man zunächst annehmen mag. Zum Beispiel ist das Zeichen für Fisch: . Wenn man nun wie ich Fisch eher meidet und auch nicht alle Schriftzeichen für die Fische kennt, braucht man nur den linken Teil der Schriftzeichen betrachten: 鮭 (さけ, sake) – Lachs 鯛 (たい, tai) – Sardine 鰹 (かつお, katsuo) – Bonito (eine Art Thunfisch) 鯉 (こい, koi) – Karpfen 鰻 (うなぎ, unagi) – Aal, … Funktioniert fast immer. So ein System gibt es beispielsweise auch für Bäume.

Izakaya

Izakayas sind die japanische Entsprechung unserer Gasthäuser. Die Speisen werden aber üblicherweise geteilt und sind auch kleiner portioniert, damit man sich durchprobieren kann. Fotos von einigen Izakaya-Gerichten finden sich auch in meinem vorherigen Blog-Eintrag.

Neben dem Essen sind in Japan Highballs unfassbar beliebt. Das mag wohl daran liegen, dass der Durchschnittsjapaner nicht allzu viel Alkohol verträgt und bei stärkeren Getränken wohl relativ schnell in den Seilen hängen würde.

Und noch zum Schluss…

Inzwischen habe ich auch ein gehobeneres Restaurant besuchen können: Uwa no Sora.
Die 12 Gänge waren an sich scheinbar „unspektakulär“ gehalten, aber aufgrund der guten Qualität äußerst schmackhaft. Das absolute Highlight war hier das Wagyu in A5 Qualität. Zu jedem Sake den wir getrunken haben, hat der Kellner den Namen nochmal kalligraphisch auf einem Blatt Papier verewigt.

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